Eigenwasser für Bad Urach aus dem Ermstal

Wasserversorgung

Das Bad Uracher Trinkwasser setzt sich zusammen aus Reinwasser der Kaverne Hochberg, den Hochbehältern Breitenstein Hoch- und Niederzone, Freibad, Sirchinger Steige, Haus auf der Alb, Banholz sowie dem Hochbehälter Burgberg für Seeburg und den Hochbehältern Hengen und Wittlingen für die jeweiligen Stadtteile.

Unsere Broschüre "Die Uracher Wasserversorgung im Wandel der Zeit" gibt einen historischen wie auch aktuellen Einblick über den Aufbau, die Weiterentwicklung und den Status quo der Wasserversorgung in Bad Urach.


Übersicht Wasserherkunft und Wasserlieferung

Stadtteil Pumpwerk Quelle Wasserlieferung Hochbehälter
Bad Urach
Kernstadt
Hauptpumpwerk
Nottental
Brunnen II + III im Ermstal Stadtwerke
Bad Urach
Breitenstein, Kaverne Hochberg, Freibad, Sirchinger Steige, Haus auf der Alb
Ortsteil
Sirchingen
Hauptpumpwerk
Nottental
Brunnen II + III im Ermstal Stadtwerke
Bad Urach
Banholz
Ortsteil Hengen Pumpwerk Enge
(ZV Vordere Albgruppe)
Forstbrunnen
Enge im Ermstal
Zweckverband
Vordere Albgruppe
Hengen
Ortsteil Wittlingen Pumpwerk Enge
(ZV Vordere Albgruppe)
Forstbrunnen
Enge im Ermstal
Zweckverband
Vordere Albgruppe
Hengen
Ortsteil Seeburg Pumpwerk Ermsgruppe
(ZV Albwasser- versorgungsgruppe XIII)
Pumpwerk Ermsgruppe Zweckverband
Albwasser- versorgungsgruppe XIII
Burgberg

Die Hochbehälter gewährleisten konstante Druckverhältnisse im Netz und speichern einen Wasservorrat zur Versorgung der Bürger.

Der bauliche Zustand der Versorgungseinrichtungen und Versorgungsleitungen wird ständig überprüft. Für die Instandhaltung der Anlagen ist ein erheblicher Aufwand notwendig. Nur so kann aber eine sichere Versorgung gewährleistet werden.


Notwasserversorgung - Trinkwasserversorgung auch im Notfall gesichert

Die Trinkwasserversorgung der Stadtwerke Bad Urach erfolgt durch Eigenwasser. Dieses wird über mehrere Quellen und Tiefbrunnen im Seeburger Tal gewonnen. Um die Trinkwasserversorgung gegen mögliche Ölunfälle auf der B 465 oder ähnliche Störfälle im Seeburger Tal abzusichern, waren die Versorgungsunternehmen über viele Jahre hinweg bemüht eine Notversorgung zu errichten, die sowohl wirtschaftlich wie technisch realisierbar war.

Am 11. Juli 2008 war es soweit. Der damalige Bad Uracher Bürgermeister Markus Ewald nahm gemeinsam mit seinen Bürgermeisterkollegen Michael Donth (Römerstein / Verbandsvorsitzender Zweckverband Vordere Albgruppe), (Roman Weiss / Vordere Albgruppe) Eberhard Wolf (St. Johann / Verbandsvorsitzen der ehemaligen Uracher Albgruppe) und dem stellvertretenden Münsinger Bürgermeister Helmut Kaden (Albwassergruppe XIII) die Anlage im Bad Uracher Wasserwerk in Betrieb. Ewald bedankte sich bei allen, die an der Verwirklichung dieses bedeutenden Projektes mitgewirkt haben.

Auch Günter Lumpp vom Tübinger Regierungspräsidium lobte die umsichtige und nachhaltige Planungsweise und legte den Fokus seiner kurzen Ansprache anschließend auf die Bedeutung des Wassers für eine funktionsfähige Gesellschaft. "Das Recht auf sauberes Wasser ist ein Grundrecht", so Lumpp. Daher müsse die öffentliche Wasserversorgung unbedingt zu 100 Prozent in öffentlicher Hand bleiben.

Im Rahmen der Baumaßnahmen wurden etwa 6,5 Kilometer Wasserleitung im Tal bis nach Seeburg verlegt. Über sie kann bei Bedarf eine Wassermenge von über 110 Liter pro Sekunde im Bereich von Seeburg entnommen werden. Parallel zu den Baumaßnahmen wurden auch etliche andere Projekte (z.B. der neue Radweg entlang des Grünen Weges) durchgeführt. Diese bereichsübergreifende Zusammenarbeit sicherte für alle Beteiligten eine optimale Wirtschaftlichkeit hinsichtlich der Erhöhung der Versorgungssicherheit und der Erweiterung der regionalen Infrastruktur. Die Gesamtkosten aller Beteiligten für die Installation der Notwasserversorgung betrugen rund 1,9 Millionen Euro und liegen somit wesentlich unter dem einstmals veranschlagten Betrag.